Gerhart Johann Robert Hauptmann wurde am 15. November 1862 in Bad Salzbrunn geboren und starb am 6. Juni 1946 in Agnetendorf. Der deutsche Dramatiker und Schriftsteller, der 1912 den Nobelpreis erhielt, ist ein Vertreter des Naturalismus im Theater.

1912 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, gehört Hauptmann zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern. In seinen Arbeiten weist er häufig auf Armut, Ausbeutung und soziale Ungerechtigkeit hin und prangert darüber hinaus den moralischen Verfall der bürgerlichen Mittelschicht an. Er ist ein Meister der Charakterisierung mit subtilen Mitteln. In seinen späteren Werken wandte er sich auf der Suche nach einem neuen Stil zum Beispiel im Drama „Die versunkene Glocke“ mythisch-religiösen und Märchenstoffen zu. Nach Gerhart Hauptmanns Vorlagen ist eine Reihe von Spielfilmen entstanden – der erste davon war Atlantis im Jahr 1913.

Das Stadtmuseum „Gerhart Hauptmann Haus“ ist in der Villa des deutschen Schriftstellers und Nobelpreisträgers von 1912 in Jelenia Góra – Jagniątków (früher Agnetendorf) einquartiert. Dieses massive schlossähnliche Haus, das eine architektonische Mischung aus Historismus und Neorenaissance ist, wurde in den Jahren 1900-1901 nach den Plänen des Architekten Hans Griesebach erbaut. Die nach den auf dem Grundstück liegenden „Wiesensteinen“ (Łąkowy Kamień) benannte Villa ist von einem 1,6 Hektar großen Park umgeben und bietet einen herrlichen Ausblick auf das Riesengebirge. Der Schriftsteller lebte in der Villa von 1901 bis zu seinem Tod im Jahr 1946.

Die Villa Wiesenstein war über fast ein halbes Jahrhundert sowohl der Zufluchtsort für den Schriftsteller als auch der Mittelpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens für viele Künstler, Schriftsteller, Intellektuelle, einheimische und Berliner Künstlerkreise sowie auch ein wegen seiner wertvollen Kunstsammlung geschätzter Ort. nach dem Tod des Schriftstellers tauchten viele Konzeptvorschläge zur Nutzung des Hauses auf. Schließlich wurde hier ein Zentrum geschaffen.
Das Museum bietet fünf der Arbeit von Gerhart Hauptmann gewidmete Museumsräume. Die Besucher haben die Gelegenheit, das Arbeitszimmer des Schriftstellers, die frühere Bibliothek. das Kaminzimmer und die wegen der Malereimotive „Paradieshalle“ genannte Halle zu besichtigen. Das Stadtmuseum „Gerhart Hauptmanns Haus“ fügt sich in das kulturelle und touristische Angebot des Riesengebirges ein. Die zahlreichen Ausstellungen und Kulturveranstaltungen sind nicht nur auf die Einwohner der Stadt und Region zugeschnitten, sondern auch auf ein breites internationales Publikum.

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